SOURCE: Vacation Tracker TITLE: Intermittierende Freistellung: Bedeutung und Definition URL: https://vacationtracker.io/de/glossar/intermittierende-freistellung/ LANG: de PUBLISHED: 2024-06-04 UPDATED: 2026-11-02 SUMMARY: Die intermittierende Freistellung ermöglicht es Mitarbeitern, sich aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen in einzelnen Blöcken freizunehmen. Sie unterstützt die Work-Life-Balance und den Umgang mit Erkrankungen. # Intermittierende Freistellung: Bedeutung und Definition ## Was ist intermittierende Freistellung? Die intermittierende Freistellung (Intermittent Leave) ist eine Urlaubsform, bei der Mitarbeiter sich in einzelnen Zeitblöcken freinehmen statt in einem zusammenhängenden Zeitraum. Das ist besonders hilfreich bei chronischen Erkrankungen, für Arzttermine oder wiederkehrende familiäre Verpflichtungen. In den USA fällt die intermittierende Freistellung oft unter Regelungen wie den Family and Medical Leave Act (FMLA), der festlegt, wie sie genutzt werden kann. ### Die wichtigsten Elemente der intermittierenden Freistellung #### Anspruchsberechtigung und Voraussetzungen Berechtigte Mitarbeiter: Um nach Regelungen wie dem FMLA Anspruch auf intermittierende Freistellung zu haben, müssen Mitarbeiter in der Regel mindestens 12 Monate für ihren Arbeitgeber gearbeitet und in diesem Zeitraum mindestens 1.250 Stunden geleistet haben. Beispiel: Ein Mitarbeiter mit zwei Jahren Betriebszugehörigkeit und mehr als 1.250 geleisteten Stunden im letzten Jahr hat Anspruch auf intermittierende Freistellung. Anerkannte Gründe: Intermittierende Freistellung kann aus verschiedenen Gründen genommen werden, etwa wegen einer schweren Erkrankung, zur Pflege eines schwer erkrankten Familienmitglieds oder um eine Bindung zu einem Neugeborenen oder frisch adoptierten Kind aufzubauen. Beispiel: Ein Mitarbeiter nimmt intermittierende Freistellung für Physiotherapietermine wegen chronischer Rückenbeschwerden. Ärztliche Bescheinigung: Mitarbeiter müssen möglicherweise eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, die den Bedarf an intermittierender Freistellung belegt. So wird sichergestellt, dass sie angemessen genutzt wird, und Arbeitgeber können Abwesenheiten besser planen. Beispiel: Ein Mitarbeiter reicht eine ärztliche Bescheinigung ein, aus der hervorgeht, dass er wegen einer chronischen Erkrankung eine intermittierende Freistellung braucht. #### Nutzung und Planung Zeitblöcke: Bei der intermittierenden Freistellung können Mitarbeiter in kurzen Blöcken freinehmen, etwa stunden- oder tageweise, statt in einem langen Zeitraum. Diese Flexibilität hilft ihnen, Gesundheit und persönliche Verpflichtungen wirksamer zu bewältigen. Beispiel: Ein Mitarbeiter nimmt zweimal pro Woche vier Stunden intermittierende Freistellung für Dialysebehandlungen. Reduzierte Arbeitszeit: In manchen Fällen bedeutet intermittierende Freistellung eine reduzierte Arbeitszeit, bei der Mitarbeiter pro Tag oder Woche weniger Stunden arbeiten. Das kann laufende medizinische Behandlungen oder Pflegeaufgaben erleichtern. Beispiel: Ein Mitarbeiter, der wegen einer Chemotherapie in Teilzeit arbeitet, deckt die Stunden, in denen er nicht arbeiten kann, mit intermittierender Freistellung ab. Ankündigung und Genehmigung: Mitarbeiter müssen die Freistellung in der Regel nach Möglichkeit im Voraus ankündigen, vor allem bei geplanten Behandlungen. Arbeitgeber können außerdem verlangen, dass Mitarbeiter sich bemühen, die Freistellung so zu planen, dass der Betrieb möglichst wenig gestört wird. Beispiel: Ein Mitarbeiter kündigt eine geplante Operation und den Bedarf an intermittierender Freistellung während der Genesung zwei Wochen im Voraus an. ### Auswirkungen auf Mitarbeiter und Arbeitgeber #### Wohlbefinden der Mitarbeiter Umgang mit Erkrankungen: Intermittierende Freistellung ermöglicht es Mitarbeitern, mit ihren Erkrankungen umzugehen, ohne den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder finanzielle Unsicherheit befürchten zu müssen. Diese Unterstützung ist für Mitarbeiter mit chronischen Krankheiten oder Langzeitbehandlungen entscheidend. Beispiel: Ein Mitarbeiter mit Diabetes nutzt intermittierende Freistellung für regelmäßige Besuche beim Endokrinologen und bleibt so gesund, während er weiterarbeitet. Work-Life-Balance: Die Flexibilität der intermittierenden Freistellung hilft Mitarbeitern, berufliche und private Verpflichtungen in Einklang zu bringen, verringert Stress und verbessert das allgemeine Wohlbefinden. Beispiel: Ein Mitarbeiter, der einen älteren Elternteil pflegt, nimmt intermittierende Freistellung für Arzttermine und kann so familiäre Pflichten erfüllen, ohne seinen Arbeitsplatz aufzugeben. Siehe auch: 6 Tipps, wie Sie Ihre Work-Life-Balance zurückgewinnen #### Aspekte für Arbeitgeber Betriebliche Kontinuität: Die Verwaltung intermittierender Freistellungen erfordert sorgfältige Planung, damit der Geschäftsbetrieb reibungslos weiterläuft. Arbeitgeber müssen möglicherweise eine vorübergehende Vertretung organisieren oder Aufgaben im Team neu verteilen. Beispiel: Ein Manager organisiert gemeinsam mit der Personalabteilung Aushilfskräfte, die die Aufgaben eines Mitarbeiters während seiner intermittierenden Freistellungen übernehmen. Einhaltung gesetzlicher Vorgaben: Arbeitgeber müssen die geltenden Gesetze und Vorschriften zur intermittierenden Freistellung einhalten, etwa den FMLA. Dazu gehört, die Rechte der Mitarbeiter zu schützen und eine ordnungsgemäße Dokumentation zu führen. Beispiel: Ein PTO-Tracker (https://vacationtracker.io/de/) führt detaillierte Aufzeichnungen über die Nutzung intermittierender Freistellungen, um die FMLA-Vorschriften einzuhalten und mögliche Streitigkeiten zu klären. Mehr über den FMLA: Was ist der Family and Medical Leave Act (FMLA)? (https://vacationtracker.io/blog/what-is-the-family-and-medical-leave-act-fmla/) #### Kommunikation und Unterstützung Klare Richtlinien: Eine klare Kommunikation der Richtlinien zur intermittierenden Freistellung ist unerlässlich. Mitarbeiter sollten ihre Rechte und Pflichten kennen, und Arbeitgeber sollten ausführlich darüber informieren, wie intermittierende Freistellung beantragt und genutzt wird. Beispiel: Das Mitarbeiterhandbuch enthält einen umfassenden Abschnitt zur intermittierenden Freistellung mit Anspruchsvoraussetzungen, Verfahren und erforderlichen Nachweisen. Schulung von Managern: Manager sollten geschult werden, Anträge auf intermittierende Freistellung sensibel und fair zu bearbeiten, damit sie Mitarbeiter unterstützen und zugleich die betriebliche Effizienz erhalten. Beispiel: Manager besuchen Workshops zum Umgang mit intermittierender Freistellung und lernen bewährte Verfahren, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter mit den betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen.